Nach einem kleinen technischen Problem noch auf unserem Hof (die hintere Bustür ließ sich nicht mehr schließen und konnte nur durch den Einsatz des Busfahrers und mehreren Jugendlichen geschlossen werden) begann die Gruppe die 4stündige Fahrt ins nächste Bundesland.
Kaum dort angekommen, bekam Jugendwart Sascha de Buhr die erste Hiobsbotschaft. Spontan wurde er zum „Bürgermeister des Steinsgebisshofes“ ernannt und hatte sich somit nicht nur um die eigenen „Problemchen“ der Feuerwehr Davenstedt zu kümmern, sondern war obendrein auch noch für den geordneten Ablauf im ganzen Dorf zuständig. Dennoch ließ er sich nichts von seinem Unbehagen anmerken und ließ sich die kommenden zwei Tage von den Dorfbewohner euphorisch feiern („Achtung, macht Platz für den Bürgermeister“, „Herr Bürgermeister, darf ich Ihnen noch einen Tee bringen“, „Herr Bürgermeister, ist alles zu Ihrer Zufriedenheit?“) ;-).Ortsbrandmeister Alexander Metz besuchte die Jugendlichen aus Davenstedt gleich am Freitag abend und nutzte die Gelegenheit für zahlreiche "politische Diskussionen" mit dem Bürgermeister.
Aber auch die Davenstedter Jugendlichen Dominik Fuchs und Florian Knopke mussten „schlechte Nachrichten“ hinnehmen: Bereits am Freitag Abend erfuhren sie, dass sie am kommenden Tag nicht wie alle anderen Jugendlichen Freizeit hatten, sondern stattdessen gemeinsam mit Jugendlichen aus den Wehren Stöcken und Limmer für die Leistungsspange trainieren werden. Die Jugendwarte der drei Wehren haben heimlich sämtliche Utensilien für das Training nach Kirchheim geschafft und genossen die erstaunten Blicke der betreffenden Jugendlichen.
Nachdem am Samstagvormittag die einen Ihre Freizeit genossen und die anderen für die Leistungsspange trainiert haben, startete am Nachmittag ein Orientierungsmarsch, bei der im gesamten Lager 10 verschiedene Aufgaben zu bewältigen waren.
Bei der abendlichen Siegerehrung schafften es die Davenstedter Kids auf den 10. Platz (von 15 teilnehmenden Gruppen). Sieger des Ori-Marsches wurde die Jugendfeuerwehr Limmer.
Der Sonntag ging recht schnell mit Frühstücken, Aufräumen, Mittagessen und Abfahrt zu Ende, so dass man gegen 18 Uhr wieder heimischen, Davenstedter Boden unter den Füßen hatte.
Alles in allem blicken die Davenstedter Kids auf ein Wochenende voller neu entflammter Liebe, voller Liebeskummer, voller Nächte mit wenig Schlaf und voller Überraschungen (ob positiv oder negativ sei mal dahingestellt) zurück.
Sascha de Buhr
Bürgermeister , Steinsgebisshof und entkräfteter Jugendwart
