Im November fanden mehrere interessante Ausbildungsveranstaltungen für die Mitglieder der Einsatzabteilung statt.
Die Funktion und Verwendung von Wärmebildkameras hatte einer der Übungsdienste zum Thema. Mario Franz von der Feuer- und Rettungswache 4 hatte hierzu drei verschiedene Geräte, die bei der Feuerwehr Hannover im Einsatz sind, mit nach Davenstedt gebracht.
Zunächst ging es im theoretischen Teil um die Funktion sowie Vor- und Nachteile von Wärmebildkameras und die Einsatztaktik, die sich somit herleitet. In verschiedenen praktischen Übungen auf dem Hof und in der Fahrzeughalle konnten die Geräte dann in der Praxis getestet werden. Dabei zeigten sich einige überraschende Effekte. Nach dreistündiger Ausbildung ging der spezielle Übungsdienst zu Ende.
Besonderer Dank gilt hier dem Ausbilder der BF, der vor Ort unterstützte. Es wäre wünschenswert, dass zukünftig auch die Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera ausgestattet werden, damit das Suchen von vermissten Personen im Brandrauch weiter beschleunigt wird.
Zu einer Spezialausbildung für Multiplikatoren war eine Löschgruppe der Ortsfeuerwehr für einen Abend auf den Hof der Feuer- und Rettungswache 4 eingeladen.
Diese Veranstaltung wurde für alle 7 Ortsfeuerwehren im Wachbezirk an unterschiedlichen Tagen angeboten.
An diesem Abend sollte es vor allem um das Schaffen von Zugängen durch Fenster- und Türen mittels Brechwerkzeug gehen. Speziell Ausgebildet wurde wiederum in einem theoretischen und einem praktischen Teil der Einsatz des Halligan Tools, das mittlerweile bei der Berufsfeuerwehr und allen Freiwilligen Feuerwehren in Hannover vorhanden ist. Für die praktische Ausbildung stand eine Übungstür zur Verfügung, an der sich die Kameraden truppweise verschiedenen Aufgaben stellen konnten.
Im Rahmen von Erstangriffsübungen zur Brandbekämpfung sollte das Vorgehen bei Bränden bei minimaler Mannschaftsstärke optimiert werden. Im Einsatz war jeweils eine Löschstaffel, wobei der Wassertrupp lediglich bis zum Verteiler und anschließend als Sicherheitstrupp eingesetzt werden durfte. Die Übungsaufgabe bestand in Wasserentnahme, Verteiler 1 B-Länge bis vor die Haustür, durch die geöffnete Tür mit 2 C-Längen bis vor die Wohnungstür, dort 2 Längen (30 m) Schlauchreserve, Montage des mobilen Rauchverschlusses, Aufbrechen der Tür mittels Spalthammer und Halligan-Tool und Abgabe eines Wasserstoßes.
Gemessen wurde die Zeit zwischen Ankunft des Löschfahrzeuges und Abgabe des Wassers. Nach einer ersten Übung wurden die einzelnen Aufgaben analysiert und optimiert. Die eingesetzte Löschstaffel aus Davenstedt konnte sich von 8 Minuten und 13 Sekunden in der ersten Übung auf 3 Minuten und 8 Sekunden in der zweiten Übung verbessern, was eindrucksvoll zeigte, wieviel Optimierungspotential durch kleine Details gewonnen werden kann.
Auch bei der Ausbildung „Brechwerkzeug“ und „Erstangriffsübungen“ stand Mario Franz den Einsatzkräften als kompetenter Berater zur Seite.



