Nachdem sich Einsatzabteilung beim ersten Übungsdienst „Unwettereinsätze“ Anfang Februar mit Sturmschäden und dem Einsatz von Kettensägen beschäftigte, hatte der zweite Teil zum Monatsende Hochwassereinsätze zum Thema. Speziell ging es um den Einsatz von Schmutzwasserpumpen, Tauchpumpen und Wassersaugern an unterschiedlichen Schadenstellen.
Doch bevor es an die Pumpen ging, musste erst einmal ein geeignetes „Spielfeld“ in der Fahrzeughalle geschaffen werden. Hierzu wurden zwei kleine Einsatzübungen durchgeführt. Die erste Gruppe bekam den Auftrag mit dem HLF20 die Mulde am Heck ca. 40 cm anzuheben und zu sichern, um eine fiktiv eingeklemmte Person zu retten. Zum Einsatz kamen hydraulische Rettungsgeräte und Holzabstützsysteme. Zur gleichen Zeit erhielt die zweite Gruppe mit dem LF10/6 den Einsatzbefehl zum Schaumangriff auf zwei 1.500 Liter „Tanks“. Somit wurde einerseits das Wasser herbei geschafft und gleichzeitig mit der Mulde ein Becken mit unterschiedlichen Wasserhöhen geschaffen. Weitere Einsatzkräfte brachten den Stromerzeuger-Anhänger vor der Halle in Stellung.
Mit dem neuen HLF20 erhielt die Ortsfeuerwehr Davenstedt auch eine sogenannte „Mini-Chiemsee“ Schmutzwasserpumpe. Diese bietet im Gegensatz zu den übrigen Tauchpumpen zusätzliche Optionen. So ist die Flach- und Tiefabsaugung bis auf wenige Millimeter möglich. Im Wasser schwimmende Gegenstände mit einem Durchmesser von bis zu 6,5 cm können abgepumpt werden.
Neben der Chiemseepumpe kamen aber auch 5 weitere unterschiedliche Tauchpumpen zum Einsatz. Dabei wurde erprobt wie die Tauchpumpen auch bei besonders niedrigen Wasserständen eingesetzt werden können und welchen Einfluss der Einsatz von formstabilen Schläuchen auf die Förderleistung hat. Besonders auf den ersten Metern können abgeknickte oder um Kanten geführte Schläuche dazu führen, dass nur noch 1/3 der Wassermenge abtransportiert werden kann.
Zur Stromversorgung kam der Stromerzeuger-Anhänger zum Einsatz. Außerdem wurde auch die Funktion von Sicherheitseinrichtungen, wie dem „PRCD-S“, das die sichere Nutzung von Hausnetzen ermöglicht, erläutert. Bei sehr geringen Wasserhöhen kommen die Wassersauger der Löschfahrzeuge zum Einsatz. Nach dem Staubsaugerprinzip saugen diese den Wasserfilm in einen Sammelbehälter, der dann automatisch mit einer integrierten Tauchpumpe über einen Schlauch ins Freie entleert wird.
Nach gut drei Stunden wurden zum Dienstende die Geräte wieder gesäubert und die Mulde auf den Hallenboden abgelassen. Die Ausbildungseinheit war an dem Abend kurzfristig wegen eines tatsächlich aufkommenden Unwetters in die Fahrzeughalle verlegt worden.
News Einsatzabteilung









