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OB Schostok ehrt die Fluthelfer aus Davenstedt

Am 14.03. wurden die Fluthelfer der Feuerwehr Hannover durch OB Schostok im Gartensaal im neuen Rathaus geehrt.

Empfang des Bürgermeisters im Gartensaal des Neuen Rathauses

Am 04. Juni 2013 um 06:00 Uhr löste der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg in seiner Funktion als Hauptverwaltungsbeamter Katastrophenalarm für das Stadtgebiet Magdeburg aus. Vorausgegangen war ein extremer Dauerregen über mehrere Tage auf die sowieso schon gesättigten Böden im Einzugsgebiet der mittleren Elbe. Um die für die prognostizierten extremen Pegelstände erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen sicher zu stellen, forderte das Innenministerium des Landes Sachsen Anhalt überörtliche Hilfe unter anderem aus Hannover an. Das Niedersächsische Innenministerium ordnete daraufhin den Einsatz einer Kreisfeuerwehrbereitschaft der Landeshauptstadt Hannover sowie der gemeinsam von der Landeshauptstadt und der Region Hannover betriebenen Technischen Einsatzleitung an.

Diese zunächst auf eine Dauer von vier Tagen begrenzte Anordnung sollte sich zum bisher längsten, personal- und materialintensivsten Einsatz der Feuerwehr Hannover außerhalb unserer Landeshauptstadt entwickeln.

Oberbürgermeister Stefan Schostok war es eine ganz besondere Ehre, die ehrenamtlichen und hauptberuflichen Fluthelfer der hannoverschen Feuerwehr im Gartensaal des Neuen Rathauses zu empfangen und sie zusammen mit dem Leiter des Magdeburger Katastrophenschutzstabes und den Leitern der Magdeburger und Hannoverschen Feuerwehren auszuzeichnen und ihnen für diesen außergewöhnlichen Einsatz zu danken.

Oberbürgermeister Stefan Schostok betonte in seinem Gußwort, dass Solidarität und Unterstützung in der Not für die Kommunen wichtige Bausteine zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen sind. Städte und Gemeinden sind vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger da. Gerade im Bereich der Daseinsvorsorge – und dazu gehört im besonderen Maße die Aufgabenbewältigung durch die Feuerwehr – sind die Kommunen gut beraten, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Dieser Einsatz in Magdeburg war dafür ein herausragendes Beispiel.

Ebenso hob er das gute Miteinander von Ehrenamtlichkeit und Professionalität bei der hannoverschen Feuerwehr hervor. Schon seit vielen Jahren werde großer Wert auf gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung sowie gemeinsames Handeln gelegt. Hauptberufliche und ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover sind gut eingebunden und verfügen über eine sehr gute Ausbildung und adäquate Ausstattung –politisch verantwortlichen Gremien in der Landeshauptstadt wissen das und tragen Sorge dafür, dass dies auch so bleibt! Oberbürgermeister Stefan Schostok aber auch die Arbeitgeber der ehrenamtlichen Helfer nicht unerwähnt. Durch die schnelle und reibungslose Freistellung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sie zum Gelingen dieses Katastropheneinsatzes ebenfalls beigetragen.

Der Einsatz gegen das Elbe-Hochwasser in Magdeburg

Am 04. Juni 2013 um 06:00 Uhr löste der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg in seiner Funktion als Hauptverwaltungsbeamter Katastrophenalarm für das Stadtgebiet Magdeburg aus. Das Innenministerium des Landes Sachsen Anhalt forderte überörtliche Hilfe unter anderem aus Hannover an. Das Niedersächsische Innenministerium ordnete daraufhin den Einsatz einer Kreisfeuerwehrbereitschaft der Landeshauptstadt Hannover sowie der gemeinsam von der Landeshauptstadt und der Region Hannover betriebenen Technischen Einsatzleitung an. Schon am 06. Juni erfolgte die Verlängerung des Hochwassereinsatzes der hannoverschen Fluthelfer bis zum 14. Juni 2013. Weitere zusätzliche Einheiten mit Spezialausrüstung wurden ebenfalls in Richtung Magdeburg in Marsch gesetzt, um gegen das größte Hochwasser in der Geschichte der Landeshauptstadt Magdeburg anzukämpfen.

Vier Einsatzabschnitte mit zeitweilig rund 3000 Einsatzkräften im Stadtgebiet Magdeburg östlich der Elbe wurden durch die gemeinsam von der Landeshauptstadt und Region Hannover betriebenen Technischen Einsatzleitung geführt. Die in den Einsatzabschnitten tätigen Katastrophenschutzeinheiten kamen von verschiedenen Feuerwehren, der Bundespolizei, der Bundeswehr, dem Technischen Hilfswerk sowie Hilfsorganisationen wie DRK und DLRG. Die Technische Einsatzleitung Hannover war dem Magdeburger Katastrophenschutzstab direkt unterstellt. Die Leitung der Technischen Einsatzleitung Hannover sowie die Besetzung zum Betrieb erforderlichen Funktionen waren auf einen rund um die Uhr notwendigen Schichtbetrieb ausgelegt.

Zu den Aufgaben der Kreisfeuerwehrbereitschaft gehörten der Notdeichbau, die Deichverteidigung sowie die Wasserförderung. Auf dem Magdeburger Messegelände wurde ein Logistikstützpunkt mit einer Sandsackbefüllstation betrieben. Hier hat sich die Sandsackbefüllmaschine der Feuerwehr Hannover bestens bewährt und wie auch das in den letzten Jahren für den Hochwasserschutz beschaffte Einsatzgerät als überaus leistungsfähig erwiesen. Weit mehr als 400.000 Sandsäcke konnten gefüllt, auf Paletten verlastet und zum Einsatz gebracht werden.

Mehr als acht Kilometer Deiche mussten in verschiedenen Magdeburger Stadtteilen erhöht und abgedichtet werden. Die Deichsicherung umfasste neben dem Aufbau die Verstärkung, Erhöhung und Kontrolle der zugewiesenen Deichabschnitte.

Alle Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover waren im Bereich des Magdeburger Messegeländes stationiert Auch die 16 Einsatzkräfte eines in der Ausbildung befindlichen Grundausbildungslehrganges wurden in das Einsatzgeschehen eingebunden. Der überwiegende Teil der hannoverschen Einsatzkräfte bestand aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Hannover.

Insgesamt mussten die hannoverschen Fluthelfer in einem Turnus von drei bis vier Tagen ausgetauscht werden. Dafür plante „in der Heimat“ das Sachgebiet Personal der Feuerwehr in Abstimmung mit der ehrenamtlichen Führung unserer freiwilligen Feuerwehr zwei komplette Personalwechsel. Jeweils mehr als 140 Einsatzkräfte mussten informiert, die Arbeitgeber in Kenntnis gesetzt und der Transport nach Magdeburg sichergestellt werden. Dafür standen Mannschaftstransportwagen sowie Busse der Feuerwehr zur Verfügung. Die vor Ort befindliche Mannschaft konnte so nach entsprechender Übergabe wieder nach Hannover zurückkehren.

Das Hauptkontingent der hannoverschen Einsatzkräfte erreichte am späten Abend des 14. Juni 2013 gegen 23:30 Uhr nach einer Einsatzdauer von 12 Tagen ihre Standorte. Damit war der größte Katastrophenschutzeinsatz der Feuerwehr außerhalb der Landeshauptstadt Hannover erfolgreich beendet. Insgesamt 307 Einsatzkräfte konnten gemeinsam mit anderen Einheiten der überörtlichen Hilfeleistung die Hochwasserfluten in Magdeburg und Umgebung erfolgreich eindämmen. Eine ganz große Katastrophe für Magdeburg wurde so durch den Einsatz der hannoverschen Fluthelfer verhindert.

Pressetext der Feuerwehr Hannover.

Gruppenbild der Fluthelfer der Feuerwehr Hannover

© U.Dillenberg

Verleihung der Fluthelfernadel an Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hannover - hier OrtsBM Jens Hirschfeld

© Feuerwehr Hannover

Diese Fluthelfernadeln des Landes Sachsen Anhalt werden an die Einsatzkräfte übergeben

© Feuerwehr Hannover