News Einsatzabteilung

FFD übt bei Kali + Salz

Abendliche Übung in Bad Salzdetfurth

Am Montag, den 16.9.2013, trafen sich 12 Mitglieder der Einsatzabteilung zusammen mit Feuerwehrangehörigen der Stützpunktfeuerwehr Almstedt (ELW1, TLF 16/24, LF16) sowie der Ortswehren Segeste (TSF), Petze (TSF) und Westfeld (TSF) (alle Samtgemeinde Sibbesse LK Hildesheim) zu einer gemeinsamen Übung auf dem Werksgelände von Kali + Salz in Bad Salzdetfurth.
 
Ausgangslage war ein Feuer, dass bei Dachdeckerarbeiten auf dem alten Mühlengebäude entstanden war und sich schnell im Dachbereich, sowie dem vierten Obergeschoss ausbreitete und das zweite und dritte Obergeschoss stark verqualmte. Mehrere Personen wurden bei Eintreffen der Feuerwehr noch vermisst. Darüber hinaus hatten vom Dach heruntergefallene brennende Dachpappenstücke einige Gebinde mit Lösungsmittel und später auch einen Holzstapel entzündet.
 
Aufgabe der Einsatzkräfte aus Davenstedt war es, nachdem Almstedter Kräfte den Zugang frei geräumt hatten, über eine Außentreppe in das 1. Obergeschoss vorzudringen und dann im Wesentlichen das zweite und dritte Obergeschoss abzusuchen. Insgesamt waren vier Trupps unter Pressluftatmer im Einsatz. Im Verlauf der Übung retteten die Trupps im zweiten und dritten OG. jeweils eine Person und einen weiteren Verletzten im Dachgeschoss am Ausstieg zum Dach. Die Atemschutzgeräteträger der anderen Feuerwehren retteten zwei weitere Personen und führten im Innenangriff die Brandbekämpfung im 4. OG und dem Dachgeschoss durch.
 
Die Personensuche gestaltete sich für die Atemschutzgeräteträger sehr schwierig und zeitaufwändig, da das unbekannte Gebäude im Inneren sehr stark vernebelt war und über eine Vielzahl von Hindernissen, wie Rohrleitungen, Silos und Maschinen verfügte. Im Inneren waren erhebliche Höhenunterschiede über steile Treppen, Zwischenetagen und durch versperrte Räume zurückzulegen. Dabei musste ständig Kontakt zur Atemschutzüberwachung außerhalb des Gebäudes gehalten werden.
 
Im Außenangriff wurden ein Schaumrohr sowie C-Strahlrohr vorgenommen. Da während der Übung als zusätzliche Einlage die Löschwasserversorgung mittels Überflurhydranten ausfiel, war eine offene Wasserentnahmestelle vorzubereiten und das Wasser über eine Wegstrecke von rund 300 m zuzuführen.
 
Nach gut zwei Stunden endete die Übung mit einem gemeinsamen Imbiss und einer kurzen Nachbesprechung.