Beim vergangenen Übungsdienst hatte die Ortsfeuerwehr Davenstedt wieder einmal die Gelegenheit, in der Medizinischen Hochschule Hannover zu üben. Der verantwortliche Dienstleiter Stefan Hinze hatte diesmal drei Einsatzübungen zur Brandbekämpfung in einem fünfgeschossigen Verwaltungsgebäude vorbereitet.
Die Einsatzabteilung rückte im Zugverband mit Mannschaftstransportwagen und zwei vollständig besetzten Löschgruppen an. Ausgangspunkt jeder Übung war das Auslösen einer automatischen Brandmeldeanlage. Der Zugführer erhielt hierzu beim Pförtner am der Karl-Wichert-Allee eine Anfahrtsskizze zum Objekt und eine Objektbeschreibung mit Lagebild. Weiterhin stand der Feuerwehreinsatzplan für den Gebäudekomplex als weitere Informationsquelle zur Verfügung.
Angenommen wurde jeweils ein Feuer oder Entstehungsbrand in einem einzelnen Raum, der jedoch dazu führte, dass komplette Brandabschnitte, Geschosse oder, wegen bewusst offen gelassener Türen auch Treppenräume verraucht waren. Zur Darstellung wurden zwei Nebelmaschinen eingesetzt. Eine unbekannte Anzahl von Betroffenen war zu suchen und zu retten.
Nach einer ersten Erkundung durch die Gruppenführer bekamen die Gruppen abwechselnd nahezu gleiche standardisierte Aufgaben zugeteilt. Die erste Löschgruppe kümmerte sich jeweils um die Menschenrettung und Entrauchung bzw. Verhinderung der Brand- und Rauchausbreitung, während die zweite Löschgruppe die Brandbekämpfung vornahm und den Sicherheitstrupp stellte. Da für den Ausbildungsdienst „Übungspressluftatmer“ zur Verfügung standen, konnten die Trupps im Innenangriff realitätsnah vorgehen.
Die übrigen Einsatzkräfte außerhalb des Gebäudes kümmerten sich um die Wasserversorgung aus Überflurhydranten, den Einsatz von Drucklüftern, das Ausleuchten der Einsatzstelle, die Verkehrssicherung sowie die Versorgung der aus dem Gebäude geretteten Übungspuppen.
Neben der Wirkung der Überdrucklüfter, nachdem am Gebäude geeignete Abluftöffnungen geschaffen worden waren, konnte auch die Vorteile aber auch Grenzen des Einsatzes des mobilen Rauchverschlusses getestet werden. Insbesondere an dem verhältnismäßig ausgedehnten und über verschiedene Ebenen reichenden Objekt, dass nicht von allen Seiten mit Einsatzfahrzeugen angefahren werden konnte, war erkennbar, dass eine umfangreiche Erkundung von außen für einen schnellen Einsatzerfolg zwingend erforderlich ist.
Nach jeder Übung wurde eine gemeinsame Nachbesprechung durchgeführt. Die Fahrzeuge wurden wieder einsatzbereit gemacht und Funktionen innerhalb und zwischen den beiden Löschgruppen getauscht. Gegen 21.30 Uhr war der sehr abwechslungsreiche Übungsdienst beendet. Ein besonderer Dank geht an Stefan, der den Übungsdienst ausgearbeitet hat und wieder einmal eine Ausbildung an der MHH ermöglichte. Vergleichbare Objekte mit automatischer Brandmeldeanlage und gut ausgearbeiteten Feuerwehrplänen stehen uns im Stadtteil Davenstedt zur Übung leider nicht zur Verfügung.
News Einsatzabteilung


















