Ende August fand eine gemeinsame Einsatzübung im ‚VARO‘ Tanklager im Gewerbegebiet ‚Lindener Hafen’ statt. Neben der Ortsfeuerwehr Davenstedt waren auch die Nachbarwehren Badenstedt und Limmer in den Einsatz eingebunden.
Ausgangslage war ein Feuer im Pumpenfeld, das durch einen Blitzschlag ausgelöst wurde. Durch dieses Feuer wurden sowohl die Heizöl- wie auch zwei Tanks mit Ottokraftstoff mit Hitze beaufschlagt. Während die Flammen schnell durch die automatische Löschanlage niedergekämpft waren, hatten die Kräfte der Feuerwehr im Wesentlichen die Aufgaben Menschenrettung und Kühlung der unbeschädigten Tanks. Aus ungeklärter Ursache kam es bei dem Vorfall auch im Werkstatt- und Lagerbereich zu einer Rauchentwicklung. Hier wurden drei Mitarbeiter vermisst. Zwei weitere Mitarbeiter sollten sich zum Zeitpunkt des Vorfalls zu Wartungsarbeiten irgendwo im Bereich der Tankauffangwannen befunden haben.
Aus den drei Ortsfeuerwehren wurden zwei verstärkte Löschzüge gebildet, die jeweils einen Einsatzabschnitt übernahmen. Insgesamt waren sechs Löschfahrzeuge und drei Mannschaftstransportwagen zusammen mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort.
Im Abschnitt 1 wurden alle Atemschutzgeräteträger eingesetzt, um im Innenangriff vermisste Personen aus der Werkstatt zu retten. Außerdem wurde der Lagebereich abgesucht und alle Gebäudebereiche belüftet. Eine weitere Aufgabe dieses Zuges bestand darin, die Kesselwagentankanlage durch den Einsatz von zwei tragbaren Wasserwerfern vom Pumpenfeld abzuriegeln.
Im Abschnitt 2 mussten die beiden vermissten Arbeiter gesucht und gerettet werden. Insgesamt drei Trupps gingen hierbei mit Hitzeschutzanzügen vor. Zum Eigenschutz wurden Strahlrohre mitgeführt. Die zweite Aufgabe bestand darin, die erhitzen Tanks zu kühlen. Hier kamen zwei Schaumwasserwerfer-Anhänger sowie zwei tragbare Werfer und der Dachmonitor des Tanklöschfahrzeuges zum Einsatz.
Ein Ziel der Übung war, die betriebseigene Löschwasserversorgung zu testen. Das Tanklager verfügt über zwei Großpumpen, die ein Ringleitungsnetz mit Wasser und ein zweites mit Schaum-Wasser-Gemisch speisen. Die übenden Einheiten sollten zusammen ausreichend Wasser abnehmen, so dass eine der beiden Pumpen mit einer Leistung von ca. 10.000 l/min ausgelastet war. Neben den beiden Anhängern und dem Dachwerfer kamen vier tragbare Monitore und bis zu 5 Hohlstrahlrohre im Innenangriff bzw. zum Eigenschutz zum Einsatz.
Nach ungefähr zwei Stunden war die Übung beendet und die Einsatzkräfte trafen sich beim Feuerwehrhaus Davenstedt zum Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft und zu einem kleinen Imbiss.
In der Nachbesprechung konnte überwiegend Positives berichtet werden. Als Übungsbeobachter waren u.a. zwei Führungskräfte (Einsatzleitdienste) des Brandschutzbezirks 4 anwesend.
Feuerwehrübungen unterschiedlichen Umfangs finden jährlich auf dem Tanklager statt, wobei sowohl der Betrieb wie auch die Einsatzkräfte von den Erfahrungen profitieren. Insofern gilt auch dieses Mal ein Dank an die Mitarbeiter des Tanklagers, die zur Betreuung als Ansprechpartner in den Einsatzabschnitten sowie im Pumpenhaus, der Feuerlöschzentrale und Leitwarte zur Verfügung standen.
Weiterhin sind die beiden Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die neben drei Übungspuppen als ‚betroffenen‘ Mitarbeiter schauspielerten, wie auch die Mitglieder der Altersabteilung, die im Anschluss den Grill zum Einsatz brachten, lobend zu erwähnen.















