Am Samstagnachmittag (29.08.2015) trafen sich Mitglieder aus den Einsatzabteilungen der Ortsfeuerwehren Davenstedt, Wettbergen und Ricklingen zu einer Übung, die von den Davenstedtern ausgerichtet wurde. Insgesamt vier Löschgruppen unter Führung des stellv. Ortsbrandmeisters Wettbergen wurden zu einem Feuer in einem kombinierten Wohn- und Gewerbeobjektes alarmiert. Die Lage war zunächst unklar. Rauchentwicklung war sowohl im Dachgeschoss wie auch hinter einigen Fenstern im ersten Obergeschoss sichtbar. In dem Gebäude seien 10 Personen gemeldet worden. Darunter eine Familie mit Kleinkindern im zweiten Obergeschoss.
Noch während sich der erste Angriffstrupp einen Zugang verschaffte, kam es in der Wohnung im ersten OG zu einer Verpuffung, wobei sich nachfolgend das Feuer auch auf einen Lagerraum ausdehnte. Das verwinkelte Gebäude war stark verraucht, so dass ein Innenangriff nur mit Atemschutzgeräten möglich war.
Während die Gruppe des LF16TS eine offene Wasserentnahmestelle an der Ihme vorbereitete und Anschließend die Leitungen zu zwei Löschgruppenfahrzeugen herstellte, drang ein Angriffstrupp vom rückwärtigen Eingang in das Gebäude vor. Eine zweite Gruppe erhielt den Auftrag mittels tragbarer Leitern über das Vordach eines Ausstellungsraumes und das Dach eines Anbaus in die Wohnungen im zweiten Obergeschoss vorzudringen, um diese abzusuchen. Die Wohnungen waren lediglich durch Brandrauch gefährdet. Insgesamt konnten bei teilweise sehr geringer Sicht drei Kleinkinder gerettet werden. Anschließend drangen die Einsatzkräfte dieses Abschnittes über die Treppe in das Lager im ersten Obergeschoss vor.
Eine weitere Gruppe nahm auf der Hofseite eine vierteilige Steckleiter vor, um über das Dach einer Lagerhalle die Wohnung im ersten Obergeschoss zu erreichen. Zwischenzeitlich war es im Gebäude zu einem Atemschutznotfall gekommen, so dass sich alle verfügbaren Atemschutzgeräteträger auf das Suchen der vermissten Einsatzkraft konzentrierten.
Die Gruppe die zunächst die Wasserversorgung hergestellt hatte, stand später zur Anleiterbereitschaft zur Verfügung uns setzte eine dreiteilige Schiebleiter ein, nachdem die Trupps in dem Lagerraum eine weitere vermisste Person gefunden hatten. Mit zunehmender Einsatzdauer traten neben der Menschenrettung und Brandbekämpfung die Entrauchungsmaßnahen in den Vordergrund. Hier kam neben der hydraulischen Belüftung auch ein Überdrucklüfter zum Einsatz.
Bis Übungsende hatten die insgesamt 18 Atemschutzgeräteträger alle 7 Opfer, dargestellt durch Übungspuppen, ins Freie gebracht. Trotz der überwiegend sehr schlechten Sicht aufgrund des Einsatzes von vier Nebelmaschinen, wurden alle Bereiche abgesucht. Das Fazit bei der Nachbesprechung fiel daher überwiegend positiv aus, auch wenn in einigen Bereichen, wie beispielsweise dem Schlauchmanagement, noch Verbesserungsbedarf gesehen wurde.
Aus Davenstedt war neben dem Vorbereitungsteam eine Löschgruppe mit dem LF 10/6 im Einsatz.
News Einsatzabteilung
