Im Rahmen des Übungsdienstes beschäftigten sich die Mitglieder der Einsatzabteilung am vergangenen Samstag mit der Desinfektion. Als Teil der ABC-Gefahrenabwehr der Feuerwehr Hannover ist in der Ortsfeuerwehr Davenstedt die Fachgruppe Dekontamination Verletzte / Zivilpersonen aufgestellt. Das Dekontaminieren bzw. Reinigen nach Unfällen mit biologischen Gefahren erfolgt immer in Verbindung mit der Desinfektion. Damit sollen Krankheitserreger, wie Viren, Bakterien oder Sporen sicher abgetötet werden, bevor sich das Abspülen bzw. Duschen der Schutzanzüge und Personen anschließt.
Die Fachgruppe Dekon V/Z verfügt zu diesem Zweck über Peressigsäure in verschiedenen Gemischen für die Hautdesinfektion und die Flächendesinfektion. Das Mittel muss vor dem Einsatz angemischt werden und kann dann über die drei Handdruckspritzen ausgebracht werden. Nach einer vorgegebene Einwirkzeit erfolgt das Abduschen mit klarem Wasser.
Da die Desinfektionmittel insbesondere in der konzentrierten Form gesundheitsschädlich und als Aerosole atemwegreizend sind, sind für die Einsatzkräfte Atemschutz und Schutzanzug erforderlich. Nach einer theoretischen Einweisung führten die Mitglieder der Einsatzabteilung am Samstagnachmittag alle Schritte der Desinfektion durch. Als Übungslage wurde dabei die Flächendesinfektion der beiden Duschkabinen des Abrollbehälters 'Dekon-Z' vorgegeben.
Fünf Helfer wurden daher in Tychem C bzw. Tychem F Schutzanzüge eingekleidet. Die so gesicherten Einsatzkräfte mischten dann das Desinfektionsmittel an und füllten es in die Druckspritzen. Nachdem Ausbringen und Einwirken erfolgte dann das Spülen mit einem Hohlstrahlrohr. Zum Entfernen älterer Kalkrückstände in den Duschkabinen wurde noch eine Nachbehandlung mit einem speziellen Kalkreiniger durchgeführt. Bevor die Schutzanzugträger wieder ausgekleidet werden konnten, fand eine gründliche Dekontamination in der Einpersonenduschkabine statt.
Neben der Desinfektion wurde an diesem Ausbildungsdienst auch erstmals die Stromversorgung des Abrollbehälters sowie weiterer Verbraucher mit dem neuen Strom-Anhänger (40 kVA) erprobt.
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