Im Mai 2014 fand eine weitere gemeinsame Ausbildungsveranstaltung der drei Fachgruppen Dekontamination der Feuerwehr Hannover bei der Ortsfeuerwehr Davenstedt statt. Ziel der Ausbildungsreihe ist es, den Angehörigen der jeweils anderen Gruppen die Besonderheiten der eigenen Fachgruppe näherzubringen, damit sich die drei Ortsfeuerwehren mit der Spezialaufgabe 'Dekontamination' im Einsatzfall personell gegenseitig unterstützen können.
Bei der gemeinsamen Ausbildung unter Leitung der Fachgruppe 'Dekontamination von Zivilpersonen und Verletzten' stand daher die fachgerechte Reinigung von Verletzten im ABC-Einsatz auf dem Themenplan. In einem theoretischen Unterricht wurden zunächst die Aufgaben und die Ausrüstung, sowie verschiedene Einsatzoptionen unserer Fachgruppe vorgestellt. An den theoretischen Teil schloss sich eine Einweisung in den Abrollbehälter Dekon-Z an, der unserer Fachgruppe zusammen mit dem Wechsellader zur Verfügung steht.
Nach einer Pause ging es dann an die Praxis. Während einige Einsatzkräfte die Duschräume des Abrollbehälters einsatzbereit machten und das Verletztentransportsystem für die Dekontamination nicht gehfähiger Patienten aufbauten, rüsteten sich andere Kräfte als Betriebspersonal mit Schutzanzügen und Filtermasken aus. Auf den Aufbau der vier luftgestützten Zelte wurde zu Gunsten weiterer Ausbildung verzichtet.
Ziel einer kleinen Übung sollte es sein, die Vorbereitung und Dekontamination von zwei liegenden Personen durchzuspielen. Nach dem Entkleiden erfolgte die medizinische Sichtung mit anschließender 'Spotdekontamination' nach Weisung des Rettungsdienstpersonals. Anschließend wären dringend notwendige rettungsdienstliche Maßnahmen erfolgt. Vor der vollständigen Dekontamination mussten die Wunden mit Folie wasserdicht abgedeckt werden. Zusätzlich wurden Augen, Mund, Nase und Ohren mit dem Material der Dekon-Sets gegen das Eindringen von Tröpfchen und Aerosolen während des Duschens geschützt. Über das Verletztentransportsystem gelangten die Patienten dann in eine Duschkabine, wo im Einsatzfall die vollständige Dekontamination mit warmen Wasser und Tensiden durchgeführt worden wäre. Falls möglich hätte sich daran noch der Kontaminationsnachweis angeschlossen, bevor die Verletzten in Richtung Krankenhaus oder Behandlungsplatz abtransportiert worden wären.
Allen Teilnehmern wurde im Rahmen der Ausbildung deutlich, wie umfangreich sich die Aufgaben bei der Dekontamination von Zivilpersonen gestalten können. Im Gegensatz zu den Einsatzkräften, kann bei der betroffenen Bevölkerung nicht davon ausgegangen werden, dass diese durch Schutzmasken oder Schutzkleidung ausreichend geschützt wurde.
News Einsatzabteilung









