Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern erfordern für die Feuerwehren oftmals die Anwendung spezieller Schutzkleidung. Für den maximalen Schutz werden hier gasdichte Chemikalienschutzanzüge (CSA) vorgehalten, die in Verbindung mit einem Pressluftatmer zu nutzen sind. In Hannover sollen neben Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr auch Angehörige der Fachgruppen Dekontamination (Einsatzkräfte / zivile Personen u. Verletzte / Geräte) im Einsatz mit Chemikalienschutzanzügen trainiert werden. Im November führten die Ortsfeuerwehren Davenstedt und Limmer daher gemeinsam eine 16-stündige Erstausbildung durch. Gleichzeitig konnten im Rahmen der bei der Ausbildung vorgesehenen Einsatzübungen auch bereits ausgebildete CSA-Träger ihre Fähigkeiten trainieren. Darüber hinaus wurde durch die Fachgruppen Dekon E und Z/V die Reinigung von Einsatzkräften und das zweckmäßige Entkleiden der Schutzanzugträger trainiert.
Am ersten Abend erhielten die Lehrgangsteilnehmer zunächst eine theoretische Einweisung zum Thema ABC-Einsätze und zur Schutzwirkung und Verwendung von Chemikalienschutzanzügen. Sicherheits- und Einsatzgrundsätze wurden genauso wie das richtige Ein- und Aussteigen in den Anzug sowie die Kommunikation angesprochen.
Anschließend ging es für die CSA-Träger zur Eingewöhnungsübung. Während die zukünftigen CSA-Träger und die Ankleidehelfer die erforderlichen Geräte in der Fahrzeughalle bereitlegten, bauten weitere Helfer einen Parcours mit insgesamt vier Stationen auf, den die Feuerwehrangehörigen dann truppweise bewältigen sollten.
Dabei ging es um das An- und Abkuppeln elektrischer Leitungen und den Aufbau einer Einsatzstellenbeleuchtung, das Anheben einer Last mit einer hydraulischen Winde und lösen einer Schraubverbindung, das Besteigen der aufgesattelten Mulde über eine zweiteilige Steckleiter und Bergen von 6 Schaummittelkanistern sowie das Kuppeln unterschiedlichster wasserführender Armaturen zu einem Kunstgebilde.
Nachdem alle CSA-Träger ihre Anzüge wieder trocken gelegt und die Pressluftatmer wieder einsatzbereit gemacht hatten war gegen 22 Uhr der erste Abschnitt der sehr schweißtreibenden Spezialausbildung beendet






