News Einsatzabteilung

Brandbekämpfung im 4. OG

FFD übt an Hochhaus

Mitglieder der Einsatzabteilung übten beim letzten technischen Dienst den Erstangriff bei Wohnungsbränden in hohen Gebäuden. Hierzu wurde ein geeignetes Gebäude aufgesucht, bei dem zwei Treppenräume jeweils auf den gleichen Laubengang führten. Dadurch war es möglich jeweils zwei Teams gegeneinander antreten zu lassen.

Die betroffenen Wohnungen sollten sich jeweils im vierten Obergeschoss befinden. Eine Steigleitung war nicht vorhanden, so dass die Angriffstrupps den Schlauch über die Treppen führen mussten. Es wurden jeweils zwei Teams mit Fahrzeugführer, Maschinist sowie Angriffstrupp und Wassertrupp gebildet, die mit dem HLF20 und dem LF10/6 den Löschangriff vortragen sollten. Die übrigen Mitglieder waren als Schiedsrichter tätig und tauschten im nächsten Durchgang. Insgesamt wurden die Übungen dreimal mit zwei Staffeln in wechselnder Besetzung wiederholt.

Der Fahrzeugführer verkeilte die Eingangstür und machte sich mit Haligan-Tool, Rauchverschluss, Funkgerät und Rettungstuch auf den Weg zur Brandwohnung. Hier sollte der Rauchverschluss gesetzt und die Tür zum Aufbrechen für den Angriffstrupp vorbereitet werden. Der Maschinist bediente die Pumpe, führte die Atemschutzüberwachung durch und unterstützte bei der Entnahme von Geräten.

Der Angriffstruppführer mit PA begab sich mit Schlauchtragekorb, Strahlrohr, Leinenbeutel, Funkgerät und Fluchthauben zur Wohnungstür, wo er die Schlauchreserve vorbereitete, während der Angriffstruppmann mit PA und einem Schlauchtragekorb den Schlauch vom Verteiler über den Treppenraum zur Schlauchreserve im 4. Obergeschoss verlegte und sicherte. Anschließend mussten der Schlauch entlüftet und die Atemschutzgeräte angeschlossen werden. Das gemeinsame Aufbrechen der Wohnungstür wurde dann lediglich simuliert. Mit drei Wasserstößen aus dem Hohlstrahlrohr war die Übung jeweils beendet.

Der Wassertrupp übernahm das Setzen des Schnellangriffsverteilers. Danach wurde der Überdrucklüfter in Stellung gebracht und um 90° zu Seite gedreht. Anschließend war die Einsatzbereitschaft als Sicherheitstrupp am Verteiler mit den erforderlichen Geräten sicherzustellen. Bei der Wasserversorgung über einen nahen Überflurhydranten unterstützte der Trupp den Maschinisten.

Die Zeitvorgabe von vier Minuten vom Absitzen vom Löschfahrzeug bis zur Wassergabe im vierten OG wurde in den meisten Fällen nur knapp überschritten. Fast alle Übungen waren spätestens nach 6 Minuten abgeschlossen. Neben der Koordination im Team war der Dienst vor allem wegen des Schlauchmanagements im Treppenraum mit tatsächlicher Wassergabe von besonderem Wert.

Auch in diesem Fall bedanken wir uns für die unkomplizierte Bereitstellung des Übungsobjektes. Die Freiwillige Feuerwehr Davenstedt ist zur Durchführung von interessanten und realitätsnahen Diensten immer auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen, wenn es um die Nutzung geeignete Objekte und Gebäude geht.