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Mobilfunkmast verärgert...

Erschienen im Stadtanzeiger West (HAZ und NP) am 21.12.2004

Mobilfunkmast verärgert Bezirksrat

Bürgermeister befürchtet Wertminderung des Grundstücks am Feuerwehrhaus in Davenstedt.

 

Ein 30 Meter hoher Mast für Mobilfunkantennen soll im nächsten Frühjahr neben dem Feuerwehrhaus an der Davenstedter Straße 176 errichtet werden. Die notwendige Genehmigung für den Bau hat der städtische Fachbereich Gebäudewirtschaft der Mobilfunkfirma E-Plus bereits erteilt. Doch im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, der im Vorfeld nicht informiert worden war, stößt die Entscheidung auf Verärgerung.

„Die Entscheidung für den Funkmast ist wirtschaftlich unklug", sagt Bezirksbürgermeister Günter Politze. Er fürchtet, dass durch den Bau der Wert des Grundstücks sinkt. „Wenn wir früher oder später eine neue Feuerwache auf dem Festplatz an der Woermannstraße bauen, müssen wir das Grundstück an der Davenstedter Straße verkaufen", sagt Politze. Da der Vertrag mit E-Plus jedoch mindestens 14 Jahre laufe, müsse das Grundstück mitsamt dem Mast verkauft werden. „Aber wer will schon ein Grundstück mit einer Mobilfunkanlage kaufen?", fragt der Bürgermeister. „Ich bin kein Gegner von Mobilfunk, aber man sollte den Mast besser am Rodelberg an der Carlo-Schmid-Allee aufstellen."

Beim Fachbereich Gebäudewirtschaft, der alle städtischen Grundstücke verwaltet, stößt die Kritik jedoch auf taube Ohren. „Es wurden mehrere Standorte geprüft, aber kein besserer Platz gefunden", sagt Volker Habeck. Der Mitarbeiter des Fachbereichs Gebäudewirtschaft wehrt sich außerdem gegen den Vorwurf, dass der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt im Vorfeld nicht informiert wurde: „Dafür gibt es keine gesetzliche Verpflichtung." Habeck verweist darauf, dass die Stadt den Standort für die Mobilfunkanlage nicht kostenlos zur Verfügung stellt: „Dafür erhält sie pro Jahr

4000 Euro Miete."