(17.07.09 07:30)
Alarm - 16.07.2009 04:10 Uhr
Fischerhof
Güterbahnhof Linden
ABC Land2
Kurz nach der Alarmierung rückten unser DMF, das LF10/6 und der MTW zur Einsatzstelle ab. Der AB-Dekon-Z befindet sich zur Zeit zur Reparatur in einer Fachwerktstatt. Daher stand uns dieses Einsatzmittel leider nicht zur Vefügung. Unser DMF traf als eines der ersten Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Hannover am Güterbahnhof in Linden ein.
Gemeinsam mit den Kräften der FF Limmer wurde der AB-Dekon der Berufsfeuerwehr in Betrieb genommen und über den gesamten Zeitraum eigenständig von den beiden Ortswehren Limmer und Davenstedt geführt.
Neben dem Betrieb des AB-Dekon wurden Kräfte der FF Davenstedt auch unter Chemikalienschutzanzug (CSA) und unter PA für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt.
Gegen 17:00 Uhr wurden die eingesetzten Kräfte der FF Davenstedt durch eigene Kräfte ersetzt. Für diese war der Einsatz dann gegen 01:00 Uhr beendet.
Meldung von www.Feuerwehr-Hannover.de:
Bei einem Rangierunfall wurden heute Morgen gegen 4:15 Uhr zwei Kesselwagen im Güterbahnhof Hannover-Linden (Fischerhof) beschädigt. Dabei traten erhebliche Mengen Natronlauge (Natriumhydroxid) aus. Menschen wurden nicht verletzt.
Ein Waggon war mit ca. 35.000 Litern Natronlauge, der andere mit etwa der gleichen Menge Ethanol beladen. Während nach dem Unfall sofort Natronlauge austrat, blieb der zweite Waggon dicht. Der eingedrungene Puffer des anderen Fahrzeugs hatte die Beschädigung praktisch sofort wieder abgedichtet. Die austretende Natronlauge wurde zunächst aufgefangen und in Behälter abgepumpt, da ein Abdichten des Lecks nicht möglich war. Alle Maßnahmen mussten durch Feuerwehrleute unter Vollschutzanzügen durchgeführt werden. Zurzeit wird der Inhalt der beschädigten Waggons in inzwischen bereitgestellte Kesselwagen umgepumpt.
Die Einsatzstelle bleibt weiterhin weiträumig abgesperrt, eine Gefahr für die Bevölkerung besteht aber nicht. Eventuelle Umweltschäden können nicht ausgeschlossen werden, eine Beurteilung ist aber zurzeit noch nicht abschließend möglich. Zur Unfallursache und zur Schadenshöhe können ebenfalls noch keine Angaben gemacht werden.
Die Einsatzdauer wird voraussichtlich noch mehrere Stunden betragen. Zur Schadensabwehr sind etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort.
Weitere Informationen zu diesem Einsatz.
Stand:16:00 Uhr
Bei einem Rangierunfall im Güterbahnhof Hannover-Linden wurden heute Morgen zwei mit Gefahrgut beladene Kesselwagen beschädigt.
Seit ca. 4.15 Uhr waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr damit beschäftigt, aus einem mit ca. 35.000 Litern Natronlauge beladenen Kesselwagen auslaufende Flüssigkeit aufzufangen und umzupumpen. Gegen Mittag war der Waggon leer, ca. 11.000 Liter konnten aufgefangen werden. Während des Einsatzes wurde die Kanalisation im Bereich der Einsatzstelle zum Schutz der Umwelt abgeschiebert bzw. mit so genannten „Blasen“ verschlossen. Zurzeit wird eingedrungene Natronlauge mit sehr großen Wassermengen verdünnt und dem Klärwerk zur gezielt Entsorgung zugeführt.
Der zweite, mit Ethanol beladene, Kesselwagen wurde bei dem Unfall ebenfalls beschädigt, blieb aber dicht. Der eingedrungene Puffer des anderen Waggons hatte die Schadensstelle praktisch selbstständig verschlossen. Die Ladung wird ab ca. 16:00 Uhr in einen zwischenzeitlich bereit gestellten Kesselwagen umgepumpt. Diese Maßnahmen werden durch Spezialisten der Fa. BASF aus Minden unterstützt. Während des Umpumpens muss ein Sicherheitsbereich um die Schadensstelle eingerichtet werden. Davon betroffen ist allerdings lediglich ein Wohnhaus, das geräumt wird.
Während des Einsatzes durchgeführte Schadstoffmessungen verliefen negativ.
Die Bundespolizei ermittelt zur Unfallursache. Offensichtlich ist eine Rangiereinheit aus Lok und den zwei Kesselwagen mit zu hoher Geschwindigkeit auf mehrere mit Betonschwellen beladene Flachwagen gefahren. Die Ermittler werten derzeit die Fahraufzeichnungen der Lok aus. Der Lokführer der Rangiereinheit blieb unverletzt. Er will sich zum Unfall nicht äußern. Die Lok sowie die Kesselwagen wurden für die polizeilichen Ermittlungen sichergestellt.
Der Bahnverkehr ist durch diesen Unfall weiterhin behindert, betroffen sind unter anderem auch drei S-Bahnlinien.
Der Einsatz wird voraussichtlich noch bis in die Abendstunden andauern. Im Einsatz sind weiterhin rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie ca. 50 Einsatzkräfte von Bundespolizei, Bahn AG und weiteren Organisationen.
Einige Fotos mit freundlicher Genehmigung von HannoverReporter.de.
(13/09)











