(07.08.03 09:23)
Firecamp Ostenholz
Diese Jahr war die Ortsfeuerwehr Davenstedt nicht nur als 'Aufbau-Team' sondern auch als Teilnehmer mit dem RW vom 18.07. bis zum 20.07.2003 vor Ort.
Am Freitag fuhren die ersten drei Kameraden gegen 16 Uhr mit unserem RW 1 nach Ostenholz.
Untergebracht wurden wir in einem Feldlager der Bundeswehr. In diesem Feldlager wurden drei Feuerwachen simuliert, wobei wir der dritten Feuerwache zugeordnet wurden.
Unsere Feuerwache wurde am Freitag mehrfach alarmiert, nur der Rüstwagen wurde zu keiner der Übungen benötigt. Also blieben die Davenstedter - genauso wie in Hannover - auf der Wache sitzen, während die anderen Fahrzeuge etwas zu tun hatten.
Am nächsten Morgen gegen 10 Uhr ging es mit dem Alarmdienst wieder los, wobei wir zu zwei Einsätzen alarmiert wurden.
Erst ein Verkehrsunfall mit Gefahrgut, bei dem wir einen Atemschutztrupp stellen sollten. Was sich aufgrund der fehlenden Masken und Atemschutzgeräte auf dem RW als schwierig aber lösbar erwies. (Man kann sich ja alles von anderen Fahrzeugen vor Ort leihen) ;)
Der zweite Alarm hat uns besonders viel Spaß gemacht: Hierbei wurden wir zu einem PKW gerufen, der von der Straße abgekommen und in ein stehendes Gewässer gefahren ist.
Vier Kollegen des Grundausbildungslehrgangs (GAL) der Berufsfeuerwehr waren bereits mit ihrem HLF vor Ort und haben eine Person, die noch im PKW war, gerettet.
Wir haben dann erstmal die Betreuung der Person, die sich selbst befreien konnte, übernommen und habe anschließend, gemeinsam mit den Kollegen der BF, den PKW mit einer Seilwinde aus dem Wasser gezogen.
Das waren auch schon die beiden einzigen Einsätze, die die erste Gruppe auf dem RW abgearbeitet hat. Um 14 Uhr wurden die Kameraden durch drei andere Kameraden aus unserer Wehr abgelöst.
Ab hier berichtet dann auch der neue Fahrzeugführer von uns, der den RW übernommen hatte.
Die erste Übung war ein Verkehrsunfall mit einer verletzten Person.
Wir sind nachalamiert worden. An der Einsatzstelle angekommen, wurden wir dann zurück zur Wache geschickt, da die Übung aufgrund der vielen Fehler abgebrochen wurde.
Der Zweite Alarm war ein Verkehrsunfall mit verletzter Person und Gasflaschen. Unsere Aufgabe bestand darin die Wasserentnahmestelle zu suchen.
Der dritte Alarm war dann ein hilfloser Fallschirmspringer in einem Baum.
Hierbei haben wir das Rettungstuch mit gehalten.
Der vierte Alarm war ein Suizidgefährdeter auf einem Hochhaus.
An der Einsatzstelle wurden wir dann vom Lage- und Führungszentrum (LFZ) zurück zur Wache beordert, da wir nicht mit ausrücken sollten.
Bei allen Alarmen am Samstag war der dritte Zug mit SW 2000 und RW ausgerückt.
Am Sonntag hatten wir dann folgende Alarme:
Kind ist in einen Bach gefallen
Der E-Dienst des zweiten Zuges und unser RW wurden zum Suchen eingeteilt. Das Kind wurde gefunden, es war 150 m abgetrieben worden und leider ertrunken. (Gott sei Dank nur eine Übung)
Beim zweiten Alarm handelte es sich wieder um einen PKW Brand mit Gasflaschen.
Wir sind mit ausgerückt, haben aber keine Aufgabe wahrgenommen.
Zum Abschluß war noch ein Panzerbrand simuliert worden.
Hierzu sind alle 3 Züge und sämtliche Sonderfahrzeuge im Einsatz. Dieser Alarm dauerte 3 Stunden. Zum Anfang waren wir zum Aufbau der Wasserversorgung mit eingeteilt. Dann wurden ich, Mike und Christoph mit einem B-Rohr vom 10-10 (Erstes Löschfahrzeug der Wache 1) mit zum Löschen an den Panzer geschickt.
Insgesamt ein sehr lehrreiches und informatives Wochenende. :)
Allerdings hätte das mit der Ablösung besser klappen können, so dass allen die Möglichkeit der Teilnahme an ungefähr gleichvielen Alarmen ermöglicht wird.