Mannschaftstransportwagen

Mannschaftstransportwagen (Foto von Bernhard Rodeck)

Ein gebrauchter Mercedes Sprinter, den die Feuerwehr Hannover durch den Bund zur Verfügung gestellt bekommen hat und der zuvor bereits als 'Betreuungskombi' bei der Johanniter Unfallhilfe in Langenhagen und beim OV Hannover Wasserturm im Einsatz war. Das Fahrzeug dient in Davenstedt als Übergangsfahrzeug oder Platzhalter für einen Mannschaftstransportwagen 'MTW+'. Das '+' in der Bezeichnung deutet darauf hin, dass der Bund Besonderes mit diesem Fahrzeug geplant hat. Es soll zukünftig ein Teil des Modul 'Dekontamination Verletzter' in der Medizinischen TaskForce (MTF) sein.

Das Übergangsfahrzeug ist derzeit seitens des Bundes lediglich mit mehreren Sanitätstaschen, Decken, Absperr- und Markierungsausstattung, Megaphonen und diversen Werkzeugen ausgestattet. Aus der Fachgruppe 'Dekon-V' der Feuerwehr Hannover, die bei der Ortsfeuerwehr Davenstedt stationiert ist, werden darüber hinaus noch ein luftgestütztes Aufenthaltszelt und die Einpersonenduschkabine für die Dekontamination mitgeführt. 

Das aktuelle Ausstattungskonzept des Bundes für die Verstärkung des Katastrophenschutzes der Länder sieht unter anderem die flächendeckende neue Aufstellung von 61 sogenannten Medizinischen TaskForces (MTF) vor. Die MTF 7 wird dabei durch Kräfte im Bereich der Polizeidirektion Hannover (also Landeshauptstadt und Region Hannover) gestellt. 

Bei der MTF handelt es sich um einen sanitätsdienstlichen Großverband vergleichbar mit einer Kreisfeuerwehrbereitschaft, der im Einsatzfall im wesentlichen überörtlich tätig werden soll. Die Planungen des Bundes sehen derzeit je MTF 113 Einsatzkräfte und 21+ Fahrzeuge vor. 

Die Kernkomponente der MTF 7 mit dem Modul 'Führung', einem Teil des Verbands 'Behandlung' und dem Modul 'Logistik' sind bei der Johanniter Unfallhilfe (OV Wasserturm) angesiedelt. Die Ergänzungskomponente 'Behandlung' bilden im wesentlichen Standorte des Deutschen Roten Kreuzes in der Region (Hannover, Empelde, Springe, Neustadt, Lehrte). Das Modul 'Verletztentransport' teilen sich die JUH und das DRK in der Region. 

Im Gegensatz zu den übrigen Modulen der MTF, die in der Regel immer bei den Sanitätsorganisationen angesiedelt werden, soll das Modul 'Dekontamination Verletzter' immer bei einer Feuerwehr im Nahbereich der Kernkomponente aufgestellt werden. 

Da bei der Ortsfeuerwehr Davenstedt bereits seit 2006 die Fachgruppe Dekon-V der Feuerwehr Hannover stationiert ist, lag es nahe auch das Modul 'Dekon-V' der MTF hier aufzustellen. Personell wird die Ortsfeuerwehr allein jedoch nicht in der Lage sein, die geforderten 24 Einsatzkräfte + 100% Zweitbesetzung für das Modul zu stellen, so dass auch bei der MTF, ggf. auf weiteres Personal der anderen Fachgruppen Dekon und für den medizinischen Part bei der Berufsfeuerwehr zurück gegriffen werden muss. 

Der Bund sieht für die Fahrzeugausstattung des Moduls 'Dekon-V' derzeit einen MTW+ sowie ein GW Dekon P2+ (also mit dem 'plus' an Ausstattung) vor. Zusätzlich soll seitens der Feuerwehr ein LF 10/6 oder ein LF-Kats. aus dem Ergänzungsteil des Bundes beigestellt werden, dass jedoch nicht Teil der 21 Fahrzeuge der MTF wird. Bezüglich des Moduls 'Dekon-V' wird derzeit jedoch erst an dem Feinkonzept für die Ausstattung gearbeitet, so dass sich hier noch Änderungen ergeben können. So sieht u.a. ein Alternativvorschlag eine Fahrzeugausstattung mit zwei MTW, einem GW Dekon P und einem GW Dekon V vor. Es bleibt also auch für Davenstedt die weitere Entwicklung abzuwarten. Der Bund hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausstattung aller 61 MTF in den Jahren 2017 / 2018 abgeschlossen zu haben. 

Unser MTW44 ist somit derzeit Platzhalter für den MTW+ der MTF 7 und wird diese Funktion wohl bis zu einer absehbaren Aussonderung behalten. Wie ein zukünftiges Ersatzfahrzeug aussehen könnte und wo das + an Ausstattung sein wird, ist derzeit aufgrund eines fehlenden Feinkonzeptes für das Modul 'Dekon-V' noch unklar. Der Bund äußerte sich bisher dahingehend, dass das Fahrzeug zusätzlich zur Ausstattung eines normalen MTW in der MTF über eine Behelfstrageeinrichtung verfügen soll. Es ist zu vermuten, dass hier ein eine vergleichbare Ausstattung wie bei den ehemaligen San-Gruppen-Kraftwagen in den 80er Jahren gedacht ist. Weiterhin kann angenommen werden, dass diese Ausstattung weniger zum Transport vom Behandlungsplatz zum Krankenhaus sondern vielmehr zum längeren Transport nicht gehfähiger Patienten im kontaminierten Bereich dienen soll. 

Das Dekon-P2+ bzw. das Fahrzeug mit der neuen Bezeichnung GW Dekon V, soll wohl auf dem derzeitigen Ausstattungskonzept der aktuell ausgelieferten Dekon-P2 aufbauen. Hierzu sind jedoch keine weiteren Details bekannt. In die Konzeptionierung des Modul 'Dekon-V' ist derzeit im Wesentlichen die MTF 40  (Rheinland-Pfalz-Süd) als einer von zwei MTF-Pilotstandorten eingebunden. Die weitere Entwicklung bleibt also abzuwarten.

  • Abkürzung MTW
  • Funkrufname 7-17-7
  • Motor Diesel

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